schneckeninsel
  Zucht
 
Die Zucht von Schnecken geht wie von selbst, solange sie sich wohlfühlen.
Da es oberstes Gebot ist die Tiere unter optimalen Bedingungen zu halten, wird der Tag des ersten Geleges sich nicht vermeiden lassen und ist oftmals natürlich auch erwünscht.
Je nach Art sind dies zwischen fünf und 500 Eiern, beziehungsweise bei wenigen Arten, lebende Jungtiere.
An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, das es Arten gibt die sich auch unter schlechtesten Bedingungen fortpflanzen.
Es versteht sich von selbst, das es kaum möglich ist für 500 Jungtiere ein entsprechendes Zuhause zu finden, oder sie gar selber zu behalten.
So wird es häufig unumgänglich sein, sich zumindest von einem großen Teil zu trennen.
Die gängigste und schonenste Methode besteht darin, die Eier in ein kleines Gefäß zu legen und für 24, besser 48 Stunden in ein Gefrierfach zu stellen.
Dies hat jedoch den Nachteil, das eine Auswahl der Kräftigsten Tiere für eine Abgabe und weiter Zucht, nicht möglich ist.

Die Eier können, je nach der Art, unterschiedlich behandelt werden.
Bei einigen Arten sollten die Eier im Terrarium bleiben. Um diese zu schützen kann eine Heimchendose über die Stelle gestellt werden, so das die Eier nicht ausgebudelt werden.
Kurz nach dem schlüpfen werden die Jungtiere dann in eine kleine Box verbracht, in der sie die ersten Wochen verbringen.
Andere Eier können problemlos, in ein kleines verschließbares Behältnis, umgelagert werden. Da im Elterlichen Zuhause die entsprechenden Bedingungen bestehen, kann der Behälter mit den Eiern in diesem gut ausgebrütet werden.

Die Jungtiere aufzuziehen macht  viel Arbeit und ist sehr zeitaufwendig.
Sie benötigen ein hohes Maß an Hygiene und Kontrolle.
Wichtig für die kleinen Schnecken ist das erste Zuhause.
Dieses darf nicht zu groß sein, damit sie kurze Wege zu ihrem Futter haben.
Schon nach wenigen Wochen werden sie zwei Zentimeter groß sein und sie benötigen mehr Platz.

Als Futter erhalten die Kleinen das gleiche wie die Eltern.
Zusätzlich bekommen sie zweimal in der Woche Kalk über das Futter gestreut und Futtermittel wie Gammerus werden zerrieben.

Wie in jeder anderen Zucht auch, ist Inzucht ebenso zu vermeiden wie das zusammenhalten verschiedener Arten.
Beides wird leider von vielen nicht beachtet, so das es teilweise schwierig ist entsprechend Artreine, wie auch gesundeTiere zu bekommen.
So bleibt es jedem selber überlassen, wie verantwortungs bewußt er mit seinen züchterischen Ambitionen umgeht.
Doch eines ist sicher, wer seine Zuchtgruppen nicht gelegentlich neu aufbaut und fortwährend mit den eigenen Nachkommen züchtet, wird nach einigen Jahren keine Freude mehr an den Nachkommen haben.
Die beste Möglichkeit, eine neue Gruppe aufzubauen, besteht darin mit anderen zu tauschen.
Dessen Tiere sollten natürlich aus einer anderen Zuchtlinie stammen als die eigenen.
Wer sich ernsthaft mit der Zucht beschäftigt, kommt um das anlegen eines Bestandsbuches nicht herum in dem Du die entsprechenden Daten einträgst.



 
   
 
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