schneckeninsel
  Einrichtung
 
Als Bodengrund kommen verschiedene Substrate in Betracht.

Der am weitest verbreitetste ist Kokoshumus.
Diesen gibt es in ca 650 gr. Bricks der, in etwa 3 - 4l Wasser,  zu einem Volumen um 9l aufquillt.
Des weiteren kann ungedüngte Anzuchterde benutzt werden.
Auch Laubwalderde kommt bei einigen Arten gut an. Dieser sollte aber ordentlich erhitzt werden, um unerwüntschtes, wie gefährliches möglichst abzutöten.
Eine weitere Möglichkeit wäre Terrarienerde.

Doch egal welcher Boden gewählt wurde, eines muss bei allen dürchgeführt werden, das Aufkalken!
Hierzu wird auf etwa 10 l Bodengrund, 625 Gr. Bodenkalk zugegeben, der gut mit dem Substrat vermischt wird!

Für die Wasser und Futterversorgung können gut Blumenuntersetzer aus Kunststoff verwendet werden.
Bei benutzung einer Futterschale bleibt das Substrat recht gut geschützt und das Futter sauber.
Nach einer eingewöhnungs Zeit, wird ein fester Futterplatz problemlos angenommen.
Da viele Tiere gerne baden, sollte die Wasserschale eine entsprechende Größe haben.
Bei Jungtieren darf diese nicht zu groß und zu tief sein, da sie sonst leicht ertinken!

Abhängig von der Art, ist die Einrichtung.
Viele mögen es auf Äste zu klettern, somit gehört bei diesen Arten auf alle Fälle entsprechendes Astwerk in das Terrarium!
Aufgrund der allgemein hohen Temperaturen, sowie der hohen Luftfeuchtigkeit, ist unbehandeltes Holz in einem Schneckenzuhause nur eingeschränkt haltbar.
Es muß gelegentlich ausgetauscht werden wobei das benutzte Holz, nach dem trocknen, wieder benutzt werden kann.
Besonders geeignet sind Äste von Obstbäumen und Buchen.

Pflanzen sehen in jedem Terrarium gut aus und sorgen für ein entsprechendes Klima.
Aus verschiedenen Gründen ist dies keine einfache Aufgabe!
Echte Pflanzen haben einen positiven Einfluss auf das gewünschte Klima.
Leider werden diese von den Schnecken häufig angefressen, ausgegraben oder einfach plattgewalzt.
Dementsprechend müssen sie gelegentlich ausgetauscht werden, wobei sich am ehesten Efeu, Grünlilie, Farne und Tradeskantien für eine Bepflanzung eignen.
Bevor die Pflanzen in das Terrarium gesetzt werden können, muß sie von der alten Erde befreit werden, falls die Pflanze gedüngt wurde.
Auch eine entsprechende Beleuchtung muß bei echten Pflanzen eingeplant werden.
Kunstpflanzen dagegen sind lichtunabhängig, unempfindlich, pflegeleicht und haltbar.
Bei sehr großen oder stark grabenden Arten sind sie jedoch ein überlegenswerter Kompromiss.

Verstecke sind unverzichtbar in einem Schneckenzuhause, damit die Tiere sich bei Bedarf zurückziehen können.
Grundsätzlich muß dieses so groß sein, das sich die größte Schnecke ohne Probleme darin bewegen kann und bei einer Begegnung ein aneinander vorbei kommen möglich ist. 
Auch wenn sie den Schnecken als Rückzugsmöglichkeit dienen soll, sollte sie für Kontrollen und Reinigungsarbeiten leicht zugänglich sein. 
Besonders geeignet sind undurchsichtige Kunststoffgefäße die optisch durch Bodensubstrat und Moos aufgewertet werden können.
Ebenso kann Korkrinde verwendet werden, der die permanet sehr hohe Luftfeuchtigkeit  nichts anhaben kann.

Laub ist nicht nur Dekoration sondern für einige Arten ein optimales zusätzliches  Bodensubstrat in dem sie sich nicht nur verstecken können, sondern welches auch mehr oder weniger gefressen wird.
Verwendet wird hierzu welkes Laub, da frische Blätter in einem Terrarium schnell fault!
Vor dem Einbringen sollte auch dieses wie Waldboden erhitzt werden, um ungebetene Gäste abzutöten.

Aus der Natur entnommene Materialien nicht in der Nähe von Straßen suchen, da diese stark von Schadstoffen belastet sind!

Harte Gegenstände haben in einem Schneckenzuhause nichts zu suchen !

 
   
 
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